Maximale Feldlänge im Active Directory

Bereits Freitag beschäftigte mich das Problem, dass ich bei einigen Usern keine neuen Einträge in das Notizfeld im Active Directory schreiben konnte (das Feld wird von uns als Protokoll für den Benutzer betreffenden Aktionen genutzt). Anfangs ging es recht problemlos mit diesen Befehlen:

$user = Get-QADUser -Identity $uid
$note += "`r`n" + $user.Info
Set-QADUser $user -Notes $note

Hier wird einfach das Info-Feld ausgelesen, die neue Zeile davor gesetzt und dann beim User wieder gesetzt.

Neuerdings trat dabei immer wieder der recht wenig aussagekräftigen Fehler A constraint violation occurred auf. Ein Umschreiben auf die entsprechenden Befehle von Microsoft gab dann eine etwas brauchbarere Meldung: A value for the attribute was not in the acceptable range of values.

$user = Get-ADUser -Identity $uid
$note += "`r`n" + $user.Info
$user |Set-ADUser -Replace @{Info=$note}

Diese Information brachte mich auf die richtige Spur: Attribute im AD haben (nicht wirklich überraschend) eine Maximallänge, beim Info-Feld sind es anscheinend 1024 Zeichen.

Als Workaround habe ich das Skript so umgeschrieben, dass direkt im Notizfeld nur die letzten 10 Meldungen gespeichert werden. Die Meldungen wurden ohnehin schon zusätzlich in einer Datenbank abgelegt, so dass hier nichts verloren geht. Hier das vollständige Skript:

param( [string]$uid, [string]$note )

# Fehler abfangen und als sauberen Text ausgeben
trap [Exception] { 
	"ERROR: " + $_.Exception.Message
	exit
}
# Einschränken was vom AD-Modul geladen wird
$env:ADPS_LoadDefaultDrive = 0
Import-Module ActiveDirectory -Cmdlet Get-ADUser,Set-ADUser

# User-Objekt holen
$user = Get-ADUser -Identity $uid -Properties Info
# Neue Notiz am Anfang einfügen
$note += "`r`n" + $user.Info
# notiz in zeilen auftrennen, erste 10 nehmen, wieder zu string zusammenfügen
$note = (($note -split '[\r\n]+') | Select-Object -First 10) -join [environment]::NewLine
# Neue Notizen wieder ins User-Objekt schreiben
$user |Set-ADUser -Replace @{Info=$note}
"SUCCESS: Die Notiz wurde hinzugefuegt"

Import-PSSession beschleunigen

In ein paar Powershell-Scripten, die Befehle an Domain-Controller und Exchange-Server absetzen störte es mich schon seit geraumer Zeit, dass das initiieren der Scripte relativ lange dauert. Besonders bei Exchange-Zugriffen fiel es extrem auf, also fügte ich ein paar Zeitausgaben ein und analysierte die einzelnen Befehle.

param( [string]$uid, [string]$exhost )

function GetElapsedTime() {
    $runtime = $(get-date) - $script:StartTime
    $retStr = [string]::format("{3}.{4} seconds", `
        $runtime.Days, `
        $runtime.Hours, `
        $runtime.Minutes, `
        $runtime.Seconds, `
        $runtime.Milliseconds)
    $retStr
}

$script:startTime = get-date
write-host "Start: $(GetElapsedTime)"

$session = New-PSSession -Configurationname Microsoft.Exchange -ConnectionUri http://$exhost/powershell
write-host "New-PSSession: $(GetElapsedTime)"

Import-PSSession $session -CommandName "Get-CASMailbox" | Out-Null
write-host "Import-PSSession: $(GetElapsedTime)"

$mailbox = Get-CASMailbox $uid |Select-Object ActiveSyncMailboxPolicy,ActiveSyncEnabled,Name
write-host "Get-CASMailbox: $(GetElapsedTime)"

[string]::format("{0}: {1}, {2}", $mailbox.Name, $mailbox.ActiveSyncEnabled, $mailbox.ActiveSyncMailboxPolicy)

Ausgabe:

Start: 0.0 seconds
New-PSSession: 0.562 seconds
Import-PSSession: 11.296 seconds
Get-CASMailbox: 11.406 seconds
jdoe: True, Default

Fazit: Das größte Problem ist Import-PSSession wenn es sich mit dem Exchange-Server verbindet, es braucht meistens zwischen 11 und 13 Sekunden bis das Script weiter laufen kann. Nach einigem Suchen und Ausprobieren stieß ich auf den Parameter -CommandName, der einschränkt welche Befehle man importieren möchte.

$session = New-PSSession
Import-PSSession $session -CommandName "Get-CasMailBox"

holt nur den angegebenen Befehl in die Session, dafür dauert der Import dann aber auch nur ca 1,5 Sekunden, was die Gesamtlaufzeit des Scriptes immerhin auf ein Zehntel reduziert. Ergebnis:

Start: 0.15 seconds
New-PSSession: 0.468 seconds
Import-PSSession: 1.937 seconds
Get-CASMailbox: 2.156 seconds
jdoe: True, Default

Das ganze bringt natürlich nur einen Vorteil wenn man nur wenige Befehle in einem Script benötigt.

Confluence Seite mit Unterseiten in anderen Space kopieren [Update]

Confluence bietet zwar die Möglichkeit einzelne Seiten in andere Spaces zu kopieren, aber dabei bleiben Anhänge und Unterseiten auf der Strecke. Mit dem Atlassian Command Line Interface lassen sich eine Menge netter Befehle auf der Kommandozeile ausführen, darunter auch dieser:

./confluence.sh -s https://server.local/confluence/ -u username -p secret \
-a copyPage --space currentSpace --title pageTitle --newSpace newSpace \
--parent newParentPage --descendents --copyAttachments --copyComments --copyLabels

Der Befehl verbindet sich mit dem Server und kopiert die Seite pageTitle im Space currentSpace mit all ihren Unterseiten, Dateianhängen und Kommentaren in den Space newSpace als Unterseite von newParentPage.

Die aktuelle Version des Command Line Interface kostet zwar mittlerweile Geld, die letzte freie Version (unter BSD Lizenz) ist jedoch immer noch zum Download verfügbar und kann auch schon eine ganze Menge.

Quelle: (The pain of) managing content in Confluence

Ergänzung 29.10.2012

Mit der hier beschriebenen Methode konnte ich die meisten Seiten migrieren, leider gab es in einem Punkt Probleme: Die Confluence Remote Schnittstelle kommt mit dem Upload von größeren Dateien nicht klar, die Grenze scheint irgendwo bei 5MB oder so zu liegen. Der Fehler ist bereits seit einem Jahr bekannt, hier hat sich jedoch noch nichts getan.

Dafür hat mich die Dokumentation von Confluence zum Löschen von Seiten auf eine Idee gebracht:

  • Seite aus dem alten Space in einen neuen, temporären Space 1 verschieben
  • temporären Space kopieren
  • Seite aus temporärem Space 1 zurück in den alten Space verschieben
  • Seite aus temporärem Space 2 in den Ziel-Space verschieben
  • beide temporäre Spaces löschen

Die Prozedur habe ich noch nicht getestet, ich sehe allerdings keinen Grund wieso es nicht funktionieren sollte.

ESXi 5.1 USB-Stick zur Installation erstellen. [Update]

Nachdem ich einen USB-Stick für die ESXi-Installation nach der Anleitung von VMware erstellt hatte konnte ich nicht davon booten. Ich bekam immer die Fehlermeldung

boot:
menu.c32 not a COM32R image

Keine Ahnung was die Ursache war, in diesem Blogbeitrag schrieb jemand einen Kommentar, dass neuere syslinux-Versionen problematisch seien (ich hatte meinen Stick mit syslinux 4.05 unter Mint Linux 13 erstellt). Mit der Version 494 von UNetbootin solle es gehen. Also probierte ich das aus und erstellte einfach mal einen Stick mit der angegebenen Version, aber ohne weitere Anpassungen zu machen die in dem Beitrag aufgelistet werden.

UNetbootin lief durch, ich habe den Stick in einen Rechner gesteckt, davon gebootet und siehe da, der Installer vom ESXi startet vollkommen problemlos. Die Methode hat auch noch den Vorteil dass man den Stick unter Windows erstellen kann und nicht unbedingt eine Linux-Installation zur Hand haben muss (was die Anleitung von VMware zwingend voraussetzt).

Update 07.10.2013

Mit Version 5.5 vom ESXi funktioniert diese Methode bei mir leider nicht mehr.