Veeam Certified Engineer 2023

Nachdem ich 2022 bereits einen Kurs zum Thema Veeam Backup & Replication: Configure, Manage and Recover gemacht hatte, habe ich kurz vor Weihnachten noch die Prüfung zum Veeam Certified Engineer gemacht. Spoiler: Ich habe bestanden 🙂

An verschiedensten Stellen hatte ich schon mitbekomme dass die Prüfung nicht ganz einfach ist, daher habe ich im Vorfeld zusammen mit einem Kollegen einige Wochen quasi täglich dafür gelernt. Wir haben uns alles angeschaut was im PDF des offiziellen VMCE Exam Guide gelistet war, haben uns erst die Study Guide Videos von Rasmus Haslund angeschaut und danach die Probe-Prüfungen die Veeam anbietet selbst durchgeführt. Danach haben wir weiter mit der Dokumentation gelernt um die Lücken zu schließen. Gefühlt haben wir die komplette Dokumentation von Veeam einmal durchgelesen. Sehr wichtig war für uns das 30-Seitige “What’s New in v12” PDF, da wir die Schulung noch zur V11 gemacht hatten, die Prüfung jedoch v12 betraf (was wir auch schon eine Weile im Einsatz hatten) und sich eine Menge geändert hatte. Beim letzten Durchgang des Praxis Exams kam ich auf 45 von 48 richtige Antworten und hatte endlich ein gutes Gefühl für die Prüfung … die bereits am nächsten Tag stattfinden sollte.

Die Prüfung führte ich in einem Prüfungscenter in Hamburg durch. Eigentlich bevorzuge ich inzwischen Online-Schulungen und -Prüfungen von zuhause aus, aber die Ansprüche von Pearson VUE sind so hoch dass ich kein Risiko eingehen wollte und dafür lieber in ein Prüfungscenter gefahren bin.

Zu dem Termin waren insgesamt vier Prüflinge da, soweit ich das mitbekommen habe hat jeder irgend eine andere Prüfung gemacht. Wir durften absolut nichts mit in den Prüfungsraum hinein nehmen, außer den Klamotten die wir am Leib trugen und einer Packung Taschentücher. Kein Notizblock, nichts zu Essen oder zu trinken, Armbanduhr, Handy sowieso nicht. Bei einem der Prüflinge ging die Prüfung über zwei Stunden, ihm wurden 10 Minuten Pause zugestanden die er (vermutlich unter Aufsicht) nehmen konnte. Alle persönlichen Dinge wurden in Spinden weggeschlossen.

Während der Prüfung kam ich mehr und mehr ins Schwitzen. Die Fragen waren so vollkommen anders als das, was wir bereits aus dem Praxis Exam kannten. Also nicht auf eine andere Art, sondern inhaltlich komplett andere Bereiche. Nur drei oder vier der 50 Fragen waren mehr oder weniger aus dem Praxis Exam (teilweise mit anderen Antworten). Dafür kamen mindestens zwei Fragen doppelt vor, mit leicht anderer Formulierung. Hier wird die Prüfung ganz eindeutig per Zufall aus einem größeren Pool von Fragen zusammengestellt.

Ein paar Tipps von mir:

  • beim Lernen nicht nur auf die Fragen und Themen aus dem Praxis Exam fokussieren. Breit gefächert auch andere Themen lernen.
  • Es hilft, die verschieden UIs tatsächlich zu kennen. Praxiserfahrung zahlt sich aus.
  • Am Anfang der Prüfung bekommt man ein Tutorial zur Prüfungsplattform angeboten. Ich würde empfehlen sie durchzugehen, kostet nur eine Minute oder so und beantwortet Fragen zu Funktionen die später nicht wirklich eindeutig sind.

Ein paar Fragen hatte ich mir zur späteren Review markiert, zwei oder drei hatte ich erst mal übersprungen, die habe ich mir dann am Ende nochmal angeschaut bzw. sie beantwortet. Danach hätte ich eigentlich noch eine Menge Zeit gehabt, die 75 + 15 Minuten, die man als Nicht-Muttersprachler zur Verfügung hat, sind mehr als großzügig. Ich entschied mich aber dagegen, alles noch ein zweites Mal durchzugehen und schloss die Prüfung ab.

Danach dauerte es nur eine Minute oder so bis die Tür aufging und mich die Mitarbeiterin vom Prüfungscenter heraus winkte. Kaum war die Tür zu, überreichte sie mir einen Ausdruck mit den Worten “Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bestanden”. Ich war baff, damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet, nachdem ich während der Prüfung das Gefühl hatte eher im Trüben zu stochern. Dabei war das Ergebnis dann gar nicht so schlecht. Jetzt darf ich mich ganz offiziell Veeam Certified Engineer 2023 nennen 🙂

Veröffentlicht von

Gerald Schneider

Diplom-Informatiker (DH) in Rostock. Ich blogge über Entwicklung, Internet, mobile Geräte und Virtualisierung.

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