Windows-Programme mit Ninite auf dem aktuellen Stand halten

Ninite ist ein fantastisches Programm zum schnellen installieren von Programmen. Man wählt die gewünschten Programme aus, lädt eine kleine .exe-Datei herunter, startet sie, und schon werden alle Programme herunterladen und installiert, dabei braucht man sich keine Sorgen um Spyware, Crapware, Toolbars oder ähnliches machen.

Was nicht so offensichtlich ist: Ninite kann auch updaten. Es wird immer überprüft ob es von den installierten Programmen eine neuere Version gibt, wenn nicht passiert nichts, wenn ja wird die neuere Version installiert. Legt man sich die .exe an eine Stelle wo sie nicht wegkommt (zum Beispiel ins Home-Verzeichnis) dann kann man mit einem Eintrag in der Aufgabenplanung von Windows einen wöchentlichen Task einrichten, der den Ninite-Installer startet und damit die Anwendungen auf dem aktuellen Stand hält. Die Funktionalität für automatische Updates ist eigentlich der Pro-Version vorbehalten, so kann man sich aber auch behelfen.

Dafür wichtige Einstellungen sind:

  • Auch starten wenn der Benutzer nicht angemeldet ist. Entfernt man den Haken bei „Do not store password„, wird es gespeichert und der Installer läuft auch wenn man sich noch nicht angemeldet hat. Das ist Geschmackssache, dem einen mag es zu unsicher sein, mir ist das bei meinem PC zuhause recht egal, da geht außer mir eh niemand dran.
  • Run with the highest privileges: Sorgt dafür dass der Installer trotz aktiviertem UAC funktioniert. Er wird direkt mit erhöhten Admin-Rechten gestartet.
  • Hidden: Das Fenster des Installers bleibt im Hintergrund, es ist nicht zu sehen während er läuft.

Wie oft der Installer ausgeführt wird ist ebenfalls Geschmackssache. Ich lasse ihn jede Woche laufen, Samstag Nachmittag, da ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten dass der Rechner auch an ist. Nicht vergessen den Haken bei „Enabled“ zu setzen.

Unter Actions einstellen dass ein Programm gestartet wird und die ninite.exe wählen. Parameter sind keine erforderlich.

Den Haken bei „Start the task only if the computer is idle“ entfernen. Der Installer braucht nicht so viele Ressourcen dass man ihn bemerken würde, also kann er auch starten wenn man gerade am Rechner sitzt. Ob man ihn auch starten möchte wenn der Computer keinen Strom hat bleibt dem User überlassen, ich halte es nicht für nötig den Computer extra dafür aufzuwecken. Allerdings macht es nur sinn den Installer zu starten wenn auch eine Netzwerkverbindung verfügbar ist, sonst passiert nicht viel. Hier sollte man vielleicht noch sicherstellen dass auf einem Laptop mit Datenmodem keine teure UMTS-Verbindung dafür genutzt wird.

Zu guter letzt noch erlauben dass der Task nachgeholt wird wenn der Computer zum gewählten Zeitpunkt ausgeschaltet war. Die restlichen Einstellungen sind wieder Geschmackssache, mit den Standardwerten dürfte man ganz gut fahren.

Mittlerweile schätze ich es sehr dass Programme die keinen eigenen Update-Check haben oder die ich nicht so oft starte automatisch auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Veröffentlicht von

Gerald

Diplom-Informatiker (DH) in Darmstadt. Ich blogge über Entwicklung, Internet, mobile Geräte und Virtualisierung. Meine Beiträge gibt es auch bei Google+ und Facebook.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.