Windows Editor speichert Umlaute fehlerhaft

Nachdem ich unser billiges China-Tablet mit Windows 10 neu aufgesetzt hatte tauchte dort ein kurioses Phänomen auf. Wenn man im normalen Editor von Windows Umlaute tippte, und die Datei mit der Standard-Codierung ANSI speicherte, bekam man die folgende Fehlermeldung:

Diese Datei enthält Zeichen im Unicode-Format, die verloren gehen, wenn die Datei im ANSI-Textformat gespeichert wird.

Ignorierte man die Meldung, und speicherte die Datei so wie sie war, waren beim nächsten Öffnen die Umlaute kaputt. Es machte keinen Unterschied, ob man die Datei lokal am Tablet wieder öffnete, oder auf einem anderen Rechner.

Auf keinem anderen Rechner konnte ich das Verhalten reproduzieren. Überall konnte ich ohne Probleme Umlaute mit ANSI-Kodierung speichern, und auch wieder öffnen.

Alles im Windows stand auf Deutsch. Die Systemsprache, die Eingabe, die Tastatur, die Regionaleinstellungen … einfach alles. Irgendwann fand ich dann doch noch eine obskure Einstellung in den Tiefen der Windows Systemeinstellungen:

Zeit und Sprache
Sprache -> Administrative Sprachoptionen

Hier war zu meiner großen Überraschung die „Sprache für Unicode-inkompatible Programme“ auf Chinesisch gestellt.

Muss eine Standardeinstellung des chinesischen Herstellers des Tablets sein. Kaum war das Gebietsschema auf Deutsch geändert, und das Gerät neu gestartet, war das Problem behoben.

Der Editor speicherte wieder brav alle Umlaute ohne Probleme mit ANSI-Kodierung. Als netter Nebeneffekt war danach auch die Startseite im Edge Deutsch, die vorher immer chinesische News angezeigt hatte und für die wir keine Einstellung finden konnten. Ohne das Problem im Editor hätte ich vermutlich auch das nie gefunden.

Veröffentlicht von

Gerald

Diplom-Informatiker (DH) in Darmstadt. Ich blogge über Entwicklung, Internet, mobile Geräte und Virtualisierung. Meine Beiträge gibt es auch bei Google+ und Facebook.

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